Berichte angehöriger Frauen

Du denkst:
Du musst alles im Griff haben!
In Deiner Familie ist doch alles in Ord­nung!
Es ist doch nicht so schlimm!
In anderen Familien kommt das nicht vor!
Wenn ich die Fassade auf­recht er­hal­te, mer­ken es die An­de­ren nicht!
Ich will einfach, dass es aufhört!

In vielen Familien ist die Sucht­erkrank­ung ein The­ma, ob­wohl es den betroff­enen Fam­ilien nicht immer be­wusst ist.

Wenn Du die fol­genden Be­richte liest, wirst Du er­kennen wie viel­schich­tig dieses The­ma zu be­trachten ist.

 

Diese Be­richte sollen Mut mach­en Scham und Schuld, zu über­winden, Hil­fe zu suchen und die­se auch an­zu­neh­men.

Gerlinde und ihr Mann sind seit 32 Jahren verheiratet. Sie führen eine harmonische Beziehung. Das war nicht immer so: Lange Zeit hatte ihn der Alkohol im Griff und vergiftete das Familienklima. Nach einer Reha bekam er wieder die Kontrolle über sein Leben. Heute besuchen beide Ehepartner eine Selbsthilfegruppe.

Annas Vater ist als Geschäftsmann überfordert. Als der Erfolg ausbleibt, beginnt er zu trinken. Seine Alkoholexzesse ziehen die ganze Familie in Mitleidenschaft. Anna hat Angst um ihren Vater, die Schwester hasst ihn. Doch niemand redet offen über das Suchtproblem. Erst Jahre später findet er durch eine Selbsthilfegruppe den Ausstieg aus der Sucht.

Eine erwachsene Tochter, die als Kind die Sucht ihrer Mutter miterlebt hat, schreibt ihr einen Gratulationsbrief. Der Anlass ist ein Jubiläum ganz spezieller Art: Die Mutter hat es trotz harter Schicksalsschläge geschafft, 25 Jahre abstinent zu leben.

Am Anfang versucht sie ihren trinkenden Mann zu retten. Doch bald merkt Andrea: Es geht nicht mehr. Nach der Trennung folgt ein neuer Versuch, die Beziehung retten. Doch der scheitert, weil er immer wieder rückfällig wird. Andrea packt ihre Koffer endgültig und erkennt: „Ohne meinen Mann geht es mir deutlich besser.“

Immer wenn er getrunken hat, tobt Ulrikes Vater zu Hause. Eine Therapie verbessert die Situation in der Familie, doch nach einem Rückfall wird alles schlimmer. Ulrike gerät als Erwachsene zunächst selbst an einen suchtkranken Partner. Eine Selbsthilfegruppe hilft ihr – und heute fühlt sie sich in einer neuen Beziehung wohl.

Als sie merkt, dass ihr Mann immer mehr dem Alkohol verfällt, sucht Karin in einer Selbsthilfegruppe Hilfe – für sich selbst! Nach einigen Therapien und Rückfällen schafft ihr Mann irgendwann den Ausstieg. Aber für eine vertrauensvolle Beziehung ist es zu spät: Karin trennt sich von ihrem abstinenten Mann und führt heute ein zufriedenes Leben.

 

 

Alle Erfahrungsberichte sind jetzt auch in einer Broschüre erschienen.
HIer kannst Du sie als PDF-Datei laden.